Schlagwort: Walter Kempowski

Gretel, ich schenk dir mein Herz

SLUB Ausstellung

Im Buchmuseum der SLUB gibt es derzeit eine Auswahl von Fotografien mit weihnachtlicher Motivik. Die  SZ hat auch was drüber geschrieben. Das Foto zeigt ein Selbstporträt des Roßweiner Fotografen Willy Hanisch in einer Weihnachtsbaumkugel gespiegelt aus dem Jahre 1932.… weiterlesen

Der standhafte Elastolinhornist

Hornistenspielzeug
In der Tradition und im Gedenken an Walter Kempowski, welcher Spielzeugsoldaten unter pädagogischem Aspekt (vor allem in Bezug auf III. Reich und DDR-Erziehung) sammelte, hier eine kleine zufällige Auswahl an zum Teil recht heftig bespielten Spielzeughornisten. Weitere „Kameraden“ werden bei Twitter unter dem Hashtag #Hornistenspielzeug zusammengetragen. Ansonsten werd ich wohl doch mal ins Dresdner Armeemuseum gehen und dort nach #Hornistenspielzeug suchen. Man scheint sich dort des Bogens vom Zinnsoldaten zu Counterstrike durchaus bewußt zu sein. Und auch die Militärmusik ist ein Thema.… weiterlesen

Ich sterbe doch gerne


„Ich bin 78, und es wird Zeit, sich zu verabschieden. Ich hab genug getan, ich war 30 Jahre Pädagoge, habe 40 Bücher geschrieben, das reicht allmählich.“
Walter Kempowski, * 29. April 1929 in Rostock, † 5. Oktober 2007 Rotenburg an der Wümme

In seinem Leben war keineswegs „Alles umsonst“. Teuer genug bezahlt hat er.

Meine Bücher von Walter Kempowski, sortiert, wie sie hier im Regal stehen:

  • Sirius
  • Alkor
  • Hamit
  • Somnia
  • Bloomsday ’97
  • Mein Lesebuch
  • Weltschmerz
  • Heile Welt
  • Alles Umsonst
  • Letzte Grüße
  • Aus großer Zeit
  • Schöne Aussicht
  • Haben Sie Hitler gsehen
  • Tadellöser & Wolff
  • Schule: immer so durchgemogelt
  • Uns geht’s ja noch gold
  • Ein Kapitel für sich
  • Im Block
  • Herzlich willkommen
  • Mark und Bein
  • Hundstage
  • Der rote Hahn. Dresden im Februar 1945
  • Culpa
  • Echolot Barbarossa ’41
  • Echolot I-IV 1943
  • Echolot Abgesang ’45

„Alles umsonst“ vs. „Unterhaltung im Ersten“


Walter Kempowski: „Alles umsonst„. Über das Scheitern der Festhaltenden auf der Flucht 1945 aus Ostpreußen. Lesenswertes Buch, auch wenn man nicht Gründungsmitglied eines Vertriebenenvereins ist und wenn man von TV-Events ala „Dresden“ oder „Die Flucht – jetzt auch als DVD“ eher abgestoßen wird. Der Gipfel des Kitschs war heute 23 Uhr die „Doku“ in der ARD, wo Frau Gräfin von Lehndorff, Herr von Kessel, Frau Baronin von Maltzan befragt wurden, wie schwer es fiel, davon zu reiten. Scheint in den Ostgebieten nur Adelige gegeben zu haben. Und die sind dann auch nicht zu blöde, als Statisten auf einem Ball die gute alte Zeit wieder aufleben zu lassen, denn man weiß, wie man sich auf so einem Fest unter seinesgleichen bewegt.
Ein aufgegebenes Schloß und verlassene Ländereien geben sicher mehr her als das Schicksal von stammbaumlosen Vertriebenen, über die kein Film gedreht wird. Lest Kempowski!
Kempowski 2007
Kempowski im Interview auf 3sat.