Schlagwort: Tatra

Premierenfieber – too darn hot


In der Premierenaufführung von „Kiss me, Kate“ einen Augenblick lang vergessen, daß die Schallstücke vom Weinbauern aus 0,3mm dünnem Blattgold gefertigt sind. Im Vorfeld der Premiere gab es in Dresden Irritationen über das Werbeplakatmotiv der Staatsoperette:… weiterlesen

Bachmannpreisträger 2004: Uwe Tellkamp

TellkampDer Schlaf in den Uhren:
Manchmal hör ich sie fließen unaufhaltsam. Manchmal steh ich auf, mitten in der Nacht, und laß die Uhren alle stehen.

Ein Text, der mit einem Zitat aus dem „Rosenkavalier“ beginnt, der kann doch nur gut werden und einen Preis verdienen. Tellkamp fährt in diesem Text mit einer Tatra-Straßenbahn durch Dresden mit den Haltestellenschildern aus Pappe, wie sie gegen die Fenster schlugen. Sehr schön. Geräusche, die später durch Klingklangklong: NächsteHaltestelle (Conny Grotsch) verdrängt wurden.

Die Zeit, die ist ein sonderbar Ding. Wenn man so hinlebt, ist sie rein gar nichts. Aber dann auf einmal, da spürt man nichts als sie.

Aus dem Text ‚Der Schlaf in den Uhren‘ soll ein gleichnamiges Buch werden, nicht gleich, aber irgendwann, nach ‚Der Turm‚, einem wohl recht autobiografischen Roman, welcher die letzten Jahre der DDR beschreiben soll. Fein.

Zur Zeit ist erst einmal Tellkamps zweiter Roman ‚Der Eisvogel‚ erhältlich.

Bei der Welt online gibt es noch einen Text von Uwe Tellkamp: „Märchen von den Scherenschnitten