Schlagwort: Straßenbahn

Gefederter Hornist

Minaggio
Ausschnitt aus einem sogenannten Federbild (Federmosaik) des Mailänder Künstlers Dionisio Minaggio aus dem Jahre 1618. Es existiert ein ganzes Buch mit diesen faszinierenden Bildern aus Vogelfedern, das man sich auf den Seiten der McGill University Montreal ansehen kann.
Herbstzeit – Jagdzeit. Andere schöne Bilder von Menschen mit Jagdhörnern gibt es auf dieser schönen Seite. Man beachte auch die Tonbeispiele, die dem Wild sicher Angst machen. Herbst: Buddenbohm möchte „am liebsten röhrend durch die Wälder ziehen…, wie die brünftigen Hirsche auf weiter Flur„. Herbstzeit –Weinlesezeit! Continue reading „Gefederter Hornist“

Elbquerung

Elbe Das da unter dem roten Pfeil bin ich. Genau an dieser Stelle soll eine Brücke hin, an der schon Jahrzehnte geplant wird, die mal als Brücke mit Straßenbahn geplant war und nun aus fördermittelpolitischen Gründen eine Art Stadtautobahn, die von Hellerau über die Elbe auf die Südhöhe von Dresden führen soll. Von der kleineren Stadtbrücke mit Straßenbahn redet niemand mehr. Warum steht da keine Brücke? Weil es der denkbar ungünstigste, teuerste und landschaftsverschandelndste Punkt an der Elbe ist, eine Brücke zu errichten.

[Update 27.02.2005] Hmm. (Ergebnis hier) Außer in einem unmittelbar betroffenen Stadtgebiet (Äußere Neustadt 68,63%) keine Mehrheit gegen die Brücke. Ihr könnt nicht sagen, daß ihr nicht gewarnt wurdet. Man hebe das Wahlheftchen gut auf und sehe in 10 Jahren nochmal hinein.

Bachmannpreisträger 2004: Uwe Tellkamp

TellkampDer Schlaf in den Uhren:
Manchmal hör ich sie fließen unaufhaltsam. Manchmal steh ich auf, mitten in der Nacht, und laß die Uhren alle stehen.

Ein Text, der mit einem Zitat aus dem „Rosenkavalier“ beginnt, der kann doch nur gut werden und einen Preis verdienen. Tellkamp fährt in diesem Text mit einer Tatra-Straßenbahn durch Dresden mit den Haltestellenschildern aus Pappe, wie sie gegen die Fenster schlugen. Sehr schön. Geräusche, die später durch Klingklangklong: NächsteHaltestelle (Conny Grotsch) verdrängt wurden.

Die Zeit, die ist ein sonderbar Ding. Wenn man so hinlebt, ist sie rein gar nichts. Aber dann auf einmal, da spürt man nichts als sie.

Aus dem Text ‚Der Schlaf in den Uhren‘ soll ein gleichnamiges Buch werden, nicht gleich, aber irgendwann, nach ‚Der Turm‚, einem wohl recht autobiografischen Roman, welcher die letzten Jahre der DDR beschreiben soll. Fein.

Zur Zeit ist erst einmal Tellkamps zweiter Roman ‚Der Eisvogel‚ erhältlich.

Bei der Welt online gibt es noch einen Text von Uwe Tellkamp: „Märchen von den Scherenschnitten