Schlagwort: Schwebebahn

Musikanten-Wahrspruch

Kein musikalisch Werkzeug
Nährt seinen Mann mehr, merkt’s Euch!
Es wächst trotz Dünger und Guano
Kein Halm aus dem Fortepiano;
Zu keinem grünen Zweige
Bringt’s Einer mehr auf der Geige,
Fagott und Clarinette
Macht einen auch nicht fette,
Eins nur hilft allermaßen:
Mit Andern in ein Horn zu blasen.

(aus den Fliegenden Blättern)
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Stählernes G’lachter


Dieses Instrument wird von Mozart auch Istrumento d’acciajo genannt. Ein seltenes Instrument, das man nur für seine „Zauberflöte“  benötigt. Für 7200,- Euro geradezu ein Schnäppchen. Hersteller Florian Sonnleitner beschreibt den Klang als „kurz, hell und durchdringend, also gänzlich anders als der der 1886 – hundert Jahre nach Mozart – erfundenen „Celesta“, welche lang, grundtönig und verschmelzend klingt und leider immer noch fast überall für Papagenos Glockenspiel verwendet wird.Hier kann man es hören. Und in der Staatsoperette, wenn es wieder mal heißt: „Ich glaube, ich bekomme ein kleines Fieber.Continue reading „Stählernes G’lachter“

Ewige Seele

Margret
Berlioz‘ Symphonie fantastique von 1830, Jos van Immerseel und Anima Eterna Brugge mit Margret auf arte. Grimmig gucken gehört zur historischen Aufführungspraxis. Interessant war die eigentümliche Verwendung des Ventilhorns, im wesentlichen als Handhorn, was noch so gar nichts mit Berlioz‘ Beschreibung des Ventilhorns in seinem Grand Traité d’instrumentation et d’orchestration moderne von 1844 hat. Unter Umständen hat sich da in den 14 Jahren nach 1830 in Paris recht viel getan. Continue reading „Ewige Seele“