Schlagwort: Saale

Rotes Hütchen


Film: „Lourdes“ (2009) Ganzganz fremde Welt, diese Pilgerei und Wundergläubigkeit. Aber rotes Hütchen im Rollstuhl: kenn ich. ;( Wieder so ein Film, den ich nur Etappenweise schaffte. (Kritik) Dieses Lourdes muß man sich mal geben. Da kann Apple einpacken.

Felicita e tenersi per mano
andare lontano la felicita.

… weiterlesen

Unstrut

Tanks

Früh das übliche Spiel mit dem Auto, bergauf über Laucha (Wer hat hier diese Riesentanks eingedrückt? Die pöse Implosion?) nach Tröbsdorf, wo wir an der Schleuse aufgebaut haben.

Heute hatten wir sogar einen empfehlenswerten und preiswerten Unstrut-Kanuführer, herausgegeben vom Naturpark Saale-Unstrut-Triasland im Boot, welcher unter der ISBN 3980600696 im Buchhandel bestellbar ist. Online gibt es Informationen auf der Seite www.blaues-band.de.

Die Unstrut ist vor etlichen Jahren ausgebaggert worden, was auch heute noch sehr unschön aussieht. Wenn man nicht mit dem Dampfer, sondern mit dem Faltboot unterwegs ist, muß man schon ab und an aussteigen, um die Landschaft zu sehen. In Weischütz, am Fuße des Weischützer Nüssenberg gab es eine Rastgelegenheit mit Teppich, welche nicht ausgelassen werden konnte. Stefan erspähte mit Kennerblick sofort das Gebäude des Weinguts Wölbling, was aus unserer Paddeltour wieder eine von Dietzes önologischen Dienstreise werden ließ.

Das HorrorwehrWenn man in Freyburg noch vor Dienstschluß schleusen will, sollte man wissen, daß Dienstschluß 18:00 Uhr eigentlich 17:45 Uhr heißt, und dann folgt daraus, daß 17:46 Uhr niemand mehr da ist. Macht aber nix, man kann umtragen, nur ist es blöd, daß die Freyburger statt einer richtigen Treppe, auf der man ein 5,50 m langes Boot quer heruntertragen kann, lieber zwei viel zu schmale gebaut haben. Stefan hatte sehr viel Angst, weil er glaubte, das gefährliche Wehr sauge ihn gleich auf.

RZ 85

Saale

Stefan Dietze
Aufgeschoben ist nicht aufgehoben! Mit Stefan Dietze war eine Saalebefahrung schon lange geplant, nun folgten endlich Taten!

Pegel
Der Pegel Camburg-Stöben / Saale (neue Pegelseite) verhieß allzeit genügend Wasser unterm Kiel, das Wetter war durchwachsen, nichts konnte uns aufhalten. (Pegel 10 Uhr: 85 cm, ausreichend, um ohne wesentliche Grundberührung und mit teilweise recht flotter Fahrt bis Naumburg zu paddeln)

Zunächst sahen wir uns das Tagesziel, den Campingplatz Naumburg Blütengrund an, luden Stefans Sachen in mein Auto und fuhren an den Startpunkt unseres kleinen Ausflugs, nach Camburg. Da war ein Parkplatz am Wasser, ein kleiner Steg und es regnete. Flugs (das Wort wollte ich schon lange mal wieder schreiben) den RZ 85 aufgebaut und los ging die Fahrt!
Rudelsburg
Kurzer Halt an Burg Saaleck, einen Blick auf die Rudelsburg geworfen. Hier wurde festgestellt, daß uns nicht nur die solide Musiktheorieausbildung bei Herrn Scholz eint, sondern auch die Neigung, Olaf-Schubert-Konzerte zu besuchen.
Die Firma Falconcrest macht schöne Luftbilder, unter anderem hatte sie einen Großauftrag, Sachsen-Anhalt von oben abzulichten, was mir die Gelegenheit bot, das Gradierwerk in Bad Kösen schon vor Fahrtantritt aus der Luft zu besichtigen (rechts unten auf dem Luftbild, das lange Ding). Gradierwerk
Von nahem sah das dann so aus.
Schwarzdorn
und wenn man ganz nahe heran ging so! Das ist polnischer Schwarzdorn-Reisig, der schon dick mit Salzen bedeckt ist.

So mirnichtsdirnichts war es Mittag geworden, und da am Wehr Bad Kösen sowieso umgetragen werden mußte und die Besichtigung des Gradierwerks mit seiner gesunden Luft hungrig gemacht hatte und dieses Wehr sogar die Auswahl aus zwei gastronomischen Einrichtungen bot stand fest:
Wes Herd dies auch sei, hier muß ich rasten!
Biergarten
Wenn man den anspruchsvollen Job hat, die Reklame für einen Biergarten an der Uferseite anzubringen, sollte man zumindest noch so nüchtern sein, daß man die Buchstaben in einer Reihe malt. Prost. Zum Mittagessen empfahl sich dann das Eiscafe gegenüber, mit einfacher, aber sehr schmackhafter Küche.
Inzwischen hatte sich auch mal die Sonne blicken lassen.
Naumburger Dom
Den Rest des Tages haben wir dann bis herumgetrödelt, abends dann das eine Auto mit dem anderen geholt und in der hereinbrechenden Dunkelheit Zelt aufgebaut und noch Kalorien gebunkert.
Am nächsten Tag ging es dann auf die Unstrut.

RZ 85