Schlagwort: Richard Strauss

Dammsche Horntage 2008

Prof. Peter Damm kontrolliert die Handhaltung

Eine Viertel ist keine Achtel

Er hat größten Wert drauf gelegt, daß eine Note ausgehalten wird bis zum letzten Moment. Und ich hab gesagt: Eine ganze Note muss in der Realität vielleicht überhaupt nur wie eine Achtelnote klingen, und der Rest klingt weiter in der Illusion.

(Nicolaus Harnoncourt über Herbert von Karajan in der ZEIT)

Und wenn der Rest nicht weiter klingt?

„Mein lieber Wachtel, eine Viertel ist keine Achtel“

Hans von Bülows Albumspruch für den Tenor Theodor Wachtel wird von Richard Strauss sicher nicht nur des Reims wegen in seinem „Vorwort zu »Intermezzo«“ zitiert. Zu finden in dem sehr aufschlußreichen Buch „Betrachtungen und Erinnerungen“ von R.S., Hg. Willy Schuh, welches derzeit für Spottpreise geradezu verschleudert wird.

Gerhard Kilényi gestorben

Gerhard Kilényi

Gerhard Kilényi (11.05.1940 – 17.06.2006)

Richard Strauss: Vier letzte Lieder
Hermann Hesse: Beim Schlafengehen

Nun der Tag mich müd gemacht,
soll mein sehnliches Verlangen
freundlich die gestirnte Nacht
wie ein müdes Kind empfangen.

Hände, laßt von allem Tun,
Stirn, vergiß du alles Denken,
alle meine Sinne nun
wollen sich in Schlummer senken.

Und die Seele unbewacht
will in freien Flügen schweben,
um im Zauberkreis der Nacht
tief und tausendfach zu leben.