Schlagwort: Musical

Orpheus is hell


I ❤ Offenbach. Nicht. Anläßlich der beiden Konzerte „Orpheus in der HfM“ ist mir mal wieder aufgefallen, was für ein lumpiger Komponist und Arrangeur Offenbach war.… weiterlesen

Seemann, hast du mich vergessen?

Operette in der DDR: Kevin Clarke schrieb dem „Neuen Deutschland“ einen Artikel, wie ihn die deutlich dezimierte ND-Leserschaft vermutlich gern liest: „Fast so, als würde man sich in [der Staatsoperette] Dresden für die eigene [DDR]-Vergangenheit schämen.“ Er beklagt eine fehlende Forschung zum Thema und fehlende CDs bzw. Aufführungen. „Seemann, hast du mich vergessen?“ Nun ja, was die Aufführungen betrifft, ist es meiner Ansicht so wie mit allen Ausgrabungen: es muß einen wichtigen Grund geben, Stücke, die einst ihr Publikum fanden, wieder auf die Bühne zu bringen. Schmissige Musik allein reicht nicht, das zeigten zahlreiche Beispiele von ehrgeizig ausgegrabenen Musiktheatertiteln an verschiedensten Theatern, die vielleicht Perlen der Musik enthalten, dramaturgisch aber überhaupt keinen Anlaß zur Wiederaufführung boten und rein musealen Charakter trugen. Dann doch bitte die Musik in den Vordergrund rücken und konzertant aufführen und danach die Noten schnell wieder vergraben! Sozialistisches Musiktheater? Will keiner mehr sehen. Die Musik indes ist wie so oft eine nähere Betrachtung wert.
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Gans heiße Weihnachten

Bei den diesjährigen Temperaturen  bot sich die weihnachtliche Grillerei der Gans geradezu an. Gefüllt mit Maronen, Innereien, Äpfeln und  mit Noilly Prat getränktem Weißbrot in Anlehnung an dieses Rezept. … weiterlesen

Premierenfieber – too darn hot


In der Premierenaufführung von „Kiss me, Kate“ einen Augenblick lang vergessen, daß die Schallstücke vom Weinbauern aus 0,3mm dünnem Blattgold gefertigt sind. Im Vorfeld der Premiere gab es in Dresden Irritationen über das Werbeplakatmotiv der Staatsoperette:… weiterlesen

Balsaminen-Hornengel


Tischdeko in der „Balsamine“ in Buchfart. Essen kann man da gut, mit Karte zahlen eher nicht. Das Auge erfreut neben der Engelsdeko der Tellerschmuck in Form von roten Chillifäden, einem Pendant zum Tellertattoo. Balsamine? Balsamine. Ich mag ja Hornengel. … weiterlesen

Stählernes G’lachter


Dieses Instrument wird von Mozart auch Istrumento d’acciajo genannt. Ein seltenes Instrument, das man nur für seine „Zauberflöte“  benötigt. Für 7200,- Euro geradezu ein Schnäppchen. Hersteller Florian Sonnleitner beschreibt den Klang als „kurz, hell und durchdringend, also gänzlich anders als der der 1886 – hundert Jahre nach Mozart – erfundenen „Celesta“, welche lang, grundtönig und verschmelzend klingt und leider immer noch fast überall für Papagenos Glockenspiel verwendet wird.Hier kann man es hören. Und in der Staatsoperette, wenn es wieder mal heißt: „Ich glaube, ich bekomme ein kleines Fieber.… weiterlesen