Schlagwort: Mac

Seemann, hast du mich vergessen?

Operette in der DDR: Kevin Clarke schrieb dem „Neuen Deutschland“ einen Artikel, wie ihn die deutlich dezimierte ND-Leserschaft vermutlich gern liest: „Fast so, als würde man sich in [der Staatsoperette] Dresden für die eigene [DDR]-Vergangenheit schämen.“ Er beklagt eine fehlende Forschung zum Thema und fehlende CDs bzw. Aufführungen. „Seemann, hast du mich vergessen?“ Nun ja, was die Aufführungen betrifft, ist es meiner Ansicht so wie mit allen Ausgrabungen: es muß einen wichtigen Grund geben, Stücke, die einst ihr Publikum fanden, wieder auf die Bühne zu bringen. Schmissige Musik allein reicht nicht, das zeigten zahlreiche Beispiele von ehrgeizig ausgegrabenen Musiktheatertiteln an verschiedensten Theatern, die vielleicht Perlen der Musik enthalten, dramaturgisch aber überhaupt keinen Anlaß zur Wiederaufführung boten und rein musealen Charakter trugen. Dann doch bitte die Musik in den Vordergrund rücken und konzertant aufführen und danach die Noten schnell wieder vergraben! Sozialistisches Musiktheater? Will keiner mehr sehen. Die Musik indes ist wie so oft eine nähere Betrachtung wert.
… weiterlesen

Haltung und Bühnenkleidung

Auch die Haltung wird benotet. Und die Kleidung. (Johann Strauss Kapelle)
… weiterlesen

Applauskoeffizient

Ich gebe alles, damit das Publikum tobt. Wenn das nicht reicht, müssen Claqueure, Mietenthusiasten, Rieure, Pleureure und Connaisseure ran. Wir waren die besten im Februar laut Winterthurer Applausometer: da unten in der Schweiz wird ernsthaft Intensität und Länge des Applauses gemessen, um Rückschlüsse für die zukünftige Programmgestaltung zu ziehen. … weiterlesen

Work-Life Balance

Ich machs jetzt wie Verona P.: „von 7 Tagen die Woche arbeite ich 4, und 2 nehm ich frei„. Man kann es Urlaub nennen. Ich nenne es Arbeit:

Hütchenspielerei @ Bodega Schmid Glüh, Schallbecher!… weiterlesen

Doppelzankgeige


Ich war letztens in der Heimat eines Verwandten im Geiste, dem Hohnsteiner Kasper… weiterlesen

Und nu der Googlesägen

Seit Sonntag gibt es im Erzgebirge wieder einen „Freischütz“ (Symbolbild). Seit 1976 gibt es eine Urtextausgabe des Werks. Hat sich noch nicht herumgesprochen. In ausgewählten Bibliotheken gibt es sogar die faksimilierte Originalhandschrift der Partitur. Vergebens.… weiterlesen