Schlagwort: Kulturpalas

Klanggewinner hinter der Wand!

Selten so gelacht wie bei dieser Anzeige. Üblicherweise werben Instrumentenbauer mit hervorragenden Musikern, die ihre Produkte benutzen. Manchmal werben auch andere Gewerke mit dem „strange sweet horn sound„. Daß man es aber nötig hat, mit fragwürdigen architektonischen Entgleisungen im bäuerlichen Ambiente für Instrumente zu werben, stellt Fragen…… weiterlesen

Venezianisches in den fifties

Entwurf für den Dresdner Altmarkt aus dem Jahre 1958: deutlich erkennbar der Canale Grande im Hintergrund, die wiedererrichtete Frauenkirche und der Campanile links neben dem Dogenpalast. Mehr zu den architektonischen Nachkriegsvisionen für den Altmarkt hier und hier.… weiterlesen

Frivol, erotisch und modern

Statt eines Ausstellungsbesuchs in Wien oder München hab ich mir nun das Buch gekauft: „Die Welt der Operette, Frivol, erotisch und modern„. Empfehlenswert.
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Und nu der Googlesägen

Seit Sonntag gibt es im Erzgebirge wieder einen „Freischütz“ (Symbolbild). Seit 1976 gibt es eine Urtextausgabe des Werks. Hat sich noch nicht herumgesprochen. In ausgewählten Bibliotheken gibt es sogar die faksimilierte Originalhandschrift der Partitur. Vergebens.… weiterlesen

Der andere blies das Klappenhorn

Klapphornvers

Zwei Knaben gingen durch das Korn,
Der andere blies das Klappenhorn,
Er konnt‘ es zwar nicht ordentlich blasen,
Doch blies er’s wenigstens einigermaßen.

Klapphornverse wie dieser finden sich in den „Fliegenden Blättern„, reich illustriert: eine Fundgrube für den Humorfreund, dankenswerterweise digital aufbereitet verfügbar auf den Seiten der Universitätsbibliothek Heidelberg. Überhaupt hat HEIDI einen beachtlichen Fundus an Bildern, der zu durchforsten lohnt. Mehr zu den Versen und ihren Varianten bei Werner Hadulla. Klappenhörner sind die Neandertaler unter den Blechblasinstrumenten. Sie sind nahezu ausgestorben. Nur mit Klarinettenmundstück haben sie als Saxophone überlebt. … weiterlesen

Gefederter Hornist

Minaggio
Ausschnitt aus einem sogenannten Federbild (Federmosaik) des Mailänder Künstlers Dionisio Minaggio aus dem Jahre 1618. Es existiert ein ganzes Buch mit diesen faszinierenden Bildern aus Vogelfedern, das man sich auf den Seiten der McGill University Montreal ansehen kann.
Herbstzeit – Jagdzeit. Andere schöne Bilder von Menschen mit Jagdhörnern gibt es auf dieser schönen Seite. Man beachte auch die Tonbeispiele, die dem Wild sicher Angst machen. Herbst: Buddenbohm möchte „am liebsten röhrend durch die Wälder ziehen…, wie die brünftigen Hirsche auf weiter Flur„. Herbstzeit –Weinlesezeit!… weiterlesen

Befreit!

Renee Fleming Photo Credit: Decca/Andrew Eccles

Richard Strauss (1864-1949), Op. 39 no. 4
Text: Richard Fedor Leopold Dehmel (1863-1920), zum Geburtstag seiner Frau Paula Dehmel gewidmet. Lief scheinbar nicht mehr so gut, die Ehe.

Du wirst nicht weinen. Leise, leise
Wirst du lächeln und wie zur Reise
Geb’ ich dir Blick und Kuß zurück.
Unsre lieben vier Wände, du hast sie bereitet,
Ich habe sie dir zur Welt geweitet;
O Glück!

Dann wirst du heiß meine Hände fassen
Und wirst mir deine Seele lassen,
Läßt unsern Kindern mich zurück.
Du schenktest mir dein ganzes Leben,
Ich will es ihnen wieder geben;
O Glück!

Es wird sehr bald sein, wir wissen’s beide,
Wir haben einander befreit vom Leide,
So gab ich dich der Welt zurück!
Dann wirst du mir nur noch im Traum erscheinen
Und mich segnen und mit mir weinen;
O Glück!

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