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Das Horn an den Nagel gehängt

Wegen fehlender Deckenhöhe ist das für mich derzeit nicht möglich. Schön ist die Idee aber trotzdem. So ähnlich hat das auch ein süddeutscher Instrumentenbauer realisiert, allerdings natürlich mit viel mehr Schallbechern: eine ganz andere Liga!… weiterlesen

Im Fall der Frucht das Verklingen des Lieds

Stephan Hermlin: Epilog

Nahe schon ist der Herbst, nah ist im Fall der Frucht das Verklingen des Lieds,
dort, wo der Wald erdröhnt tief vom Stürzen der Toten und den Stürmen, die südwärts ziehn.

Denn bestimmt ist’s, daß groß auf sich Verdunkelndes Schlaf kommt,
schattender Hauch, groß wie das Sehnen nach Stille,
wenn nach des Lichtes Glanz der heftige Tag verstummt.

Ihm auch kündigt sich an hellerer Zeiten Bild,
und was lange schon herrlich verheißen ist,
wehet auch durch die Stille und macht sie schön.

Neues wächst aber fort, so wie die Zeit es will.
Die ist des Darbens müd. ihn aber ruft es weit.
Was auch ohne ihn blüht, preist er, künftigen Glückes gewiß.

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Applauskoeffizient

Ich gebe alles, damit das Publikum tobt. Wenn das nicht reicht, müssen Claqueure, Mietenthusiasten, Rieure, Pleureure und Connaisseure ran. Wir waren die besten im Februar laut Winterthurer Applausometer: da unten in der Schweiz wird ernsthaft Intensität und Länge des Applauses gemessen, um Rückschlüsse für die zukünftige Programmgestaltung zu ziehen. … weiterlesen

Frivol, erotisch und modern

Statt eines Ausstellungsbesuchs in Wien oder München hab ich mir nun das Buch gekauft: „Die Welt der Operette, Frivol, erotisch und modern„. Empfehlenswert.
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Der andere blies das Klappenhorn

Klapphornvers

Zwei Knaben gingen durch das Korn,
Der andere blies das Klappenhorn,
Er konnt‘ es zwar nicht ordentlich blasen,
Doch blies er’s wenigstens einigermaßen.

Klapphornverse wie dieser finden sich in den „Fliegenden Blättern„, reich illustriert: eine Fundgrube für den Humorfreund, dankenswerterweise digital aufbereitet verfügbar auf den Seiten der Universitätsbibliothek Heidelberg. Überhaupt hat HEIDI einen beachtlichen Fundus an Bildern, der zu durchforsten lohnt. Mehr zu den Versen und ihren Varianten bei Werner Hadulla. Klappenhörner sind die Neandertaler unter den Blechblasinstrumenten. Sie sind nahezu ausgestorben. Nur mit Klarinettenmundstück haben sie als Saxophone überlebt. … weiterlesen

Homer Simpson der Alphornist

Homer Simpson: auch ein Hornist!  Simpsons S18E20… weiterlesen

Befreit!

Renee Fleming Photo Credit: Decca/Andrew Eccles

Richard Strauss (1864-1949), Op. 39 no. 4
Text: Richard Fedor Leopold Dehmel (1863-1920), zum Geburtstag seiner Frau Paula Dehmel gewidmet. Lief scheinbar nicht mehr so gut, die Ehe.

Du wirst nicht weinen. Leise, leise
Wirst du lächeln und wie zur Reise
Geb’ ich dir Blick und Kuß zurück.
Unsre lieben vier Wände, du hast sie bereitet,
Ich habe sie dir zur Welt geweitet;
O Glück!

Dann wirst du heiß meine Hände fassen
Und wirst mir deine Seele lassen,
Läßt unsern Kindern mich zurück.
Du schenktest mir dein ganzes Leben,
Ich will es ihnen wieder geben;
O Glück!

Es wird sehr bald sein, wir wissen’s beide,
Wir haben einander befreit vom Leide,
So gab ich dich der Welt zurück!
Dann wirst du mir nur noch im Traum erscheinen
Und mich segnen und mit mir weinen;
O Glück!

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