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Doppelzankgeige


Ich war letztens in der Heimat eines Verwandten im Geiste, dem Hohnsteiner Kasper Continue reading „Doppelzankgeige“

Stählernes G’lachter


Dieses Instrument wird von Mozart auch Istrumento d’acciajo genannt. Ein seltenes Instrument, das man nur für seine „Zauberflöte“  benötigt. Für 7200,- Euro geradezu ein Schnäppchen. Hersteller Florian Sonnleitner beschreibt den Klang als „kurz, hell und durchdringend, also gänzlich anders als der der 1886 – hundert Jahre nach Mozart – erfundenen „Celesta“, welche lang, grundtönig und verschmelzend klingt und leider immer noch fast überall für Papagenos Glockenspiel verwendet wird.Hier kann man es hören. Und in der Staatsoperette, wenn es wieder mal heißt: „Ich glaube, ich bekomme ein kleines Fieber.Continue reading „Stählernes G’lachter“

Der Dämon muß ausgetrieben werden

Dbang Dung

Schallstück meines Tibetischen Horns (Dbang Dung), glücklicherweise nicht aus einem linke Oberschenkelknochen eines Mordopfers gefertigt, sondern eine Nachahmung dieses Knochens aus Metall. Der Titel dieses Artikels bezieht sich auf die deutsche Übersetzung des Bdud kyi gcod yul-Rituals. Continue reading „Der Dämon muß ausgetrieben werden“

Posaunen bei Rossinis Barbier?

Rossini mit Autograph des Barbier Aufgrund widersprüchlicher Instrumentationsangaben für „Il Barbiere di Siviglia“ in den verschiedenen Partituren und Verzeichnissen befragte ich Mrs. Patricia B. Brauner, Uni Chicago, die gerade die kritische Neuausgabe des „Barbiers“ für Bärenreiter fertigstellt, nach Posaunenstimmen in Rossinis Oper:

Gibt es in einer Ihrer Quellen Posaunenstimmen für den „Barbier von Sevillia“?

Es gibt keine Posaunen in „Il barbiere di Siviglia“ in seiner Originalversion für Rom 1816, auch nicht in der Ouvertüre, welche aus „Aureliano in Palmira“ (1813) stammt. Wie auch immer, die neue kritische Ausgabe (welche wir hoffentlich noch 2008 veröffentlichen werden) wird als Anhänge zwei Arien enthalten, welche in Zusammenhang mit dem „Barbier“ stehen und eine Posaune erfordern.
Die erste ist eine Arie für Rosina (eingefügt vor der Gewittermusik), welche Rossini scheinbar der französischen Sängerin Joséphine Fodor-Mainvielle angeboten hat, die die Rolle der „Rosina“ im Teatro San Samuele Venedig 1819 spielte.
Die zweite ist als Ersatzarie für Bartolo, „Manca un foglio,“ komponiert von Pietro Romani für Florenz im Herbst 1816.

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