Schlagwort: Capriccio

Schneeprengel


Schneeprengel am Schillerplatz. Ach guck, instagram zensiert den Hashtag #penis. Prüde Amis eben. Mir ist immer noch nicht klar, ob sich die Aidshilfe Dresden einfach dran gehängt hat oder ob sie Initiator dieses „Kunstwerks“ war. Jungs sind schon Spielmätze: „Singing Penis… weiterlesen

Der Dämon muß ausgetrieben werden

Dbang Dung

Schallstück meines Tibetischen Horns (Dbang Dung), glücklicherweise nicht aus einem linke Oberschenkelknochen eines Mordopfers gefertigt, sondern eine Nachahmung dieses Knochens aus Metall. Der Titel dieses Artikels bezieht sich auf die deutsche Übersetzung des Bdud kyi gcod yul-Rituals.… weiterlesen

Webfehler

In solchen Händen liegt unser Schicksal!“ (Clemens Krauss und Richard Strauss: „Capriccio„)

Plakat von Emil Orlik 1897
Erstaunliches ist geschrieben und gesagt worden in letzter Zeit über das Stück von Gerhard Hauptmann, Gerichte wurden bemüht, um Kunst zu beschneiden. Ich habe die Inszenierung nicht sehen können, erlaube mir aber doch eine eigene Meinung über die Freiheit der Kunst. Frau Christiansen hat erfolglos juristisch versucht, die aktualisierte Aufführung mit dem Satz „Wen ich sehr schnell erschießen würde, das wäre Sabine Christiansen.“ zu verhindern. Zu der Zeit lief im TV eine Langzeitdoku über Arbeitslose in einem ehemaligen DDR-Braukohletagebau-Gebiet. Darin wurde ein Pfarrer, der sich zu DDR-Zeiten gegen Umweltverschmutzung durch die Braunkohlekraftwerke protestierte und quasi ein Wendegewinnler war, genau so mit dem Tod bedroht wie diese Talkshow-Tante aus dem Westen Fernsehen. Er wurde zur Projektionsfläche, zum Sündenbock für die Verlierer der Wende.
arbeitsloser Musicker Und von denen gibt es viele. Die Sätze des Arbeitslosenchores in Dresden können realistischer nicht sein, Milbradt als „blöde Sau“ zu bezeichnen ist natürlich Stammtischdeutsch, aber es bildet überdeutlich die Realität und Perspektive ostdeutscher Arbeisloser ab.
Interessant ist, wie sich die Bilder gleichen: zur ersten öffentliche Aufführung am 25. September 1894 im Deutschen Theater Berlin versuchten Wilhelminischen Zensurbehörden, die Aufführung der „Weber“ zu verhindern unter der Begründung, die im Drama enthaltenen Schilderungen seien dazu angetan, Klassenhass zu erzeugen und könnten zu „einem Anziehungspunkt für den zu Demonstationen geneigten Teil der Bevölkerung Berlins“ werden. (mehr zur Entstehungsgeschichte und zur Handlung)

[SZ vom 07.05.2005] Ab dem 10. Mai 2005 wird das Theater wieder – mit Ausnahme von zwei kurzen Passagen – die ursprüngliche Fassung von „Die Weber“ in der Inszenierung von Volker Lösch aufführen.