Schlagwort: Buddenbohm

Seemann, hast du mich vergessen?

Operette in der DDR: Kevin Clarke schrieb dem „Neuen Deutschland“ einen Artikel, wie ihn die deutlich dezimierte ND-Leserschaft vermutlich gern liest: „Fast so, als würde man sich in [der Staatsoperette] Dresden für die eigene [DDR]-Vergangenheit schämen.“ Er beklagt eine fehlende Forschung zum Thema und fehlende CDs bzw. Aufführungen. „Seemann, hast du mich vergessen?“ Nun ja, was die Aufführungen betrifft, ist es meiner Ansicht so wie mit allen Ausgrabungen: es muß einen wichtigen Grund geben, Stücke, die einst ihr Publikum fanden, wieder auf die Bühne zu bringen. Schmissige Musik allein reicht nicht, das zeigten zahlreiche Beispiele von ehrgeizig ausgegrabenen Musiktheatertiteln an verschiedensten Theatern, die vielleicht Perlen der Musik enthalten, dramaturgisch aber überhaupt keinen Anlaß zur Wiederaufführung boten und rein musealen Charakter trugen. Dann doch bitte die Musik in den Vordergrund rücken und konzertant aufführen und danach die Noten schnell wieder vergraben! Sozialistisches Musiktheater? Will keiner mehr sehen. Die Musik indes ist wie so oft eine nähere Betrachtung wert.
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Work-Life Balance

Ich machs jetzt wie Verona P.: „von 7 Tagen die Woche arbeite ich 4, und 2 nehm ich frei„. Man kann es Urlaub nennen. Ich nenne es Arbeit:

Hütchenspielerei @ Bodega Schmid Glüh, Schallbecher! Continue reading „Work-Life Balance“

Kann Spuren von Pferd enthalten


Pferdedönerwitze bitte selbst einfügen… Continue reading „Kann Spuren von Pferd enthalten“

Hornhexer

Frank Ernst als Hexe (Maske: Thorsten Fietze)

Fröhliche Weihnachten allerseits!

Nach dem Grünhainichener Hornengel vom vorigen Jahr heuer ein vom adventlichen Dienststreß gezeichneter Hexer, überzeugend dargestellt von Frank Ernst. (hochaufgelöstes Bild auf Anfrage) Continue reading „Hornhexer“

Mein Alter


Ausschnitt aus dem sicher vollkommen folgenlosen Fragebogen des ehemaligen Musikerfachmagazins „Das Orchester„, welches inzwischen zu einem Management- und Tarifpolitik-Heftchen verkommen ist. Vielleicht sollten sie es mal mit einem Gimmick-Beileger ala Yps oder mit Sudokus versuchen, um wieder attraktiver zu werden. Denn musikwissenschaftliche Beiträge gab es schon sehr lange keine mehr. Schade eigentlich. Continue reading „Mein Alter“

Gefederter Hornist

Minaggio
Ausschnitt aus einem sogenannten Federbild (Federmosaik) des Mailänder Künstlers Dionisio Minaggio aus dem Jahre 1618. Es existiert ein ganzes Buch mit diesen faszinierenden Bildern aus Vogelfedern, das man sich auf den Seiten der McGill University Montreal ansehen kann.
Herbstzeit – Jagdzeit. Andere schöne Bilder von Menschen mit Jagdhörnern gibt es auf dieser schönen Seite. Man beachte auch die Tonbeispiele, die dem Wild sicher Angst machen. Herbst: Buddenbohm möchte „am liebsten röhrend durch die Wälder ziehen…, wie die brünftigen Hirsche auf weiter Flur„. Herbstzeit –Weinlesezeit! Continue reading „Gefederter Hornist“

Befreit!

Renee Fleming Photo Credit: Decca/Andrew Eccles

Richard Strauss (1864-1949), Op. 39 no. 4
Text: Richard Fedor Leopold Dehmel (1863-1920), zum Geburtstag seiner Frau Paula Dehmel gewidmet. Lief scheinbar nicht mehr so gut, die Ehe.

Du wirst nicht weinen. Leise, leise
Wirst du lächeln und wie zur Reise
Geb’ ich dir Blick und Kuß zurück.
Unsre lieben vier Wände, du hast sie bereitet,
Ich habe sie dir zur Welt geweitet;
O Glück!

Dann wirst du heiß meine Hände fassen
Und wirst mir deine Seele lassen,
Läßt unsern Kindern mich zurück.
Du schenktest mir dein ganzes Leben,
Ich will es ihnen wieder geben;
O Glück!

Es wird sehr bald sein, wir wissen’s beide,
Wir haben einander befreit vom Leide,
So gab ich dich der Welt zurück!
Dann wirst du mir nur noch im Traum erscheinen
Und mich segnen und mit mir weinen;
O Glück!

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