„Das Hügelverbot“, eine Wagner-Operette

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Ohne Größenwahn läuft an der Oper sowieso nichts.” (F.C. Delius, „Die Flatterzunge„)

Das schöne Wort „Hügelverbot“ machte diese Woche die Runde. Es klingt wie von Richard Wagner persönlich erdacht und ist wohl schon eine ganze Weile in familiärer Benutzung. Es sind auch Steuergelder, mit deren Hilfe da in Bayreuth auf der Bühne große Oper und hinter der Bühne Operette gespielt wird. Gewinner werden wohl wie so oft Anwälte und Medien sein. Auch anderswo gibt es immer mal wieder Ran­kü­ne unter Künstlern: in Buffalo macht ein Oboist seinen Kollegen das Leben schwer. Wenn soziale Schwierigkeiten auf dem Gebiet der Musik ausgetragen werden, ist sowieso alles vorbei. Der recht unangenehme Kollege hat schon eine ziemlich dicke Personalakte: mal wünschte er, nicht mehr neben seinen Holzbläserkollegen sitzen zu müssen, mal beklagt er sich darüber, daß das Vorgeben des Kammertons nicht extra honoriert wird. Vorwürfe, er spielte absichtlich unsaubern, zu langsam oder bewußt unmusikalisch zeigen, wes Geistes Kind er ist. Sowas will man nicht im Orchester haben. Passiert aber. weiter lesen „„Das Hügelverbot“, eine Wagner-Operette“

Genau mein Stück

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Das ist genau mein Stück: als Hornist die 1. Geige spielen! Schönberg “Gerpa”. Schönes Alban-Berg-Briefzitat über den Ursprung dieses Parts, der wohl für Schönbergs Sohn Georg „Görgi“ Schönberg bestimmt war:

Dann marschierte ich mit Schönberg los, ein Waldhorn kaufen für Görgi, der heute Geburtstag hat und der sich zum Orchestermusiker auf diesem Instrument (Horn) ausbilden will und soll. (Letzteres ist eine sehr gute Idee.)

 

 

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Samenraub bei Linnaeus

Carl von Linné in Uppsala

2008 hab ich in Uppsala im Linnéträdgården Samen gemopst, ohne mir die zugehörige Pflanze aufzuschreiben. Später hab ich den Samen dann erst vergessen, dann doch mal ausgesät, und siehe da, er ist sogar aufgegangen.  weiter lesen „Samenraub bei Linnaeus“

Waldvögeleien

Was viele nicht wissen: Richard Wagner war ja auch sehr naturverbunden. „Ein Tierfreund zu sein gehört zu den größten seelischen Reichtümern des Lebens.“ Er lebte mit mehreren Hunden und Papageien, wie das z.B. im Bändchen von Solveig Müller beschrieben wird. An zahlreichen Stellen in Wagners Libretti kommen Tiere vor. Hier exemplarisch ein paar Ring-Zitate:

sie kosten so lieblich,
und ließen sich nicht,
sie bauten ein Nest,
und brüteten drin;“

Seeadlerfrühstück

Erst mal Fisch frühstücken. (Seeadler) weiter lesen „Waldvögeleien“