Georg Forster: ein Teenager auf Entdeckungsreise

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Angetan von diesem Film über die 2. Reise von James Cook 1772 bis 1775 in die Südsee lese ich gerade Georg Forsters Reisebericht. (Cool: aus der Spiegel-Gutenberg-Seite epubs basteln)

Da reist und schreibt ein knapp 18jähriger, der seinen Vater auf diese Expedition in vollkommen unbekannte Erdteile begleitet: was für ein Abenteuer. Das Bild oben ist ein kleiner Ausschnitt aus einem Gemälde von Jean Rigaud, es zeigt einen gefangen Maori-Glockenhonigfresser, den der Sohn zeichnen soll. Weitere neuseeländische Vögel liegen tot auf dem Boden. (Leider etwas dunkele Wiedergabe des Gemäldes.) Da der Maler das Werk erst 1780 in England geschaffen hat, stützten sich seine Tierabbildungen sicher auf die Aquarelle und Zeichnungen von Georg Forster (welche in einer unlängst erschienenen, nicht ganz preiswerten Prachtausgabe dieses Buches zu sehen sind). Die Originale  der Forster-Zeichnungen finden sich im Natural History Museum London. Hier z.B. der Glockenhonigfresser. Interessanterweise beschreibt Forster im Buch, wie die Schiffskatze und der Schiffshund in Neuseeland an Land gehen. Der Hund verschwindet auch prompt auf Nimmerwiedersehen. Diese beiden Tiere waren die ersten von zahlreichen folgenden, die mitverantwortlich dafür sind, daß etliche der von Forster in Neuseeland beobachteten und gezeichneten Vogelarten heute ausgestorben sind.

Neben den Zeichnungen brachte James Cook von seinen Expeditionen zahlreiche Gegenstände mit. Auch in Neuseeland fanden sich Musikinstrumente wie diese Flöte.

Diese Cook/Forster Sammlung befindet sich heute in Göttingen, wo auf 300 m² (!) ein kleiner Teil der etwa 17.000 Exponate umfassenden Sammlung gezeigt wird. Die Ausstellung ist nur Sonntags geöffnet. Welch Verschwendung.

 

Plankton der Woche: 

Schaukelt ganz schön. (Gemacht mit der Slow Shutter app)

Meister Petz in Alutaguse


Goethes Gustchen

  • Das Pendant zur Stutenbissigkeit: Penisbeißen, ein blutiges Phänomen in der Ebermast


Alarm am Futterhaus. Links das Jungtier, rechts die Mama