Waldvögeleien

Was viele nicht wissen: Richard Wagner war ja auch sehr naturverbunden. „Ein Tierfreund zu sein gehört zu den größten seelischen Reichtümern des Lebens.“ Er lebte mit mehreren Hunden und Papageien, wie das z.B. im Bändchen von Solveig Müller beschrieben wird. An zahlreichen Stellen in Wagners Libretti kommen Tiere vor. Hier exemplarisch ein paar Ring-Zitate:

sie kosten so lieblich,
und ließen sich nicht,
sie bauten ein Nest,
und brüteten drin;“

Seeadlerfrühstück

Erst mal Fisch frühstücken. (Seeadler)

„Was dem Vöglein ist der Vogel,
wenn er im Nest es hegt –
eh das flügge mag fliegen,“

Bussardmittag

Bei Flauschs gibts Maus zu Mittag. (Bussard)

„da flatterte junges Geflügel auf,
und beide pflegten der Brut.“

Bei Wagner kann man auch immer wieder schöne Worte abstauben, zum Beispiel „Zullen“, Herkunft: lautmalend. Bedeutung: saugen, zuzeln. Anwendung: „Liebling, das Kind hat schon wieder gezullt!“

„Das zullende Kind
zogest du auf,
wärmtest mit Kleidern
den kleinen Wurm“

Planktonfang der Woche:

Holzsammelbiene

Rotwein-Bach

Elias Gottlob Haußmann: gepflegte Rotweinnase, Öl auf Leinwand.