Quartettkonzert

Kay
Kay Schneider unter Palmen in Bautzen. Noch ist er ruhig, gelassen und gar nicht nervös. Sitzt mit mir im Cafe auf der Ortenburg und wartet auf wen? Andreas Roth und Igor Novikov, die beiden Muggenhaie. Wieder mal ein Bild für seinen Spind…
Quartett

Quartett
Bilder vom Quartettkonzert mit Andreas Roth, Kay Schneider, Igor Novikov und mir in Bautzen. Freundlicherweise zur Verfügung gestellt durch die SZ-Fotografin Carmen Schumann.

Die SZ schrieb:

Vergnüglicher Musikabend

Dresdener Musiker vertreten Kollegen aus Köln in Bautzen / Sehenswerte Ausstellung zu 50 Jahre Stunde der Musik

Crista Vogel

Hörnersound prägte das Bautzener Kammerkonzert am 1. Mai im Sorbischen Museum auf der Ortenburg. Für das krankheitsbedingt ausfallende Hornquartett aus Köln gastierte mit einem klassisch-festlichen Programm das Dresdener Hornquartett, gegründet 2001 von ehemaligen Studenten der dortigen Musikhochschule. […]

Ein vergnüglicher Konzertabend mit Hans-Peter Fieber, Andreas Roth, Igor Novikov und Kay Schneider folgte, so recht für Bläserfans der weicheren Klangvariante. Von alter Musik bis zu Zeitgenössischem reichte das Spektrum. Ein Alphorn krönte den Facettenreichtum. Rossinis Rendezvous zur Jagd wartete mit kraftvoll schmetterndem Hörnerklang auf, den ein unsichtbarer Solist feierlich eröffnete. Eine Suite Alter Meister (M. Franck, V. Haußmann, M. Praetorius) bot in alten Tänzen freudiges Gleiten und warmen Bläsersound, der sich durch differenzierte Gestaltung auszeichnete und auch gemächlich Ländlerisches malte. Eine bearbeitete Bach-Sinfonia lotete technische Grenzen aus, überzeugte mit qualitätsvoll getragenem Melos. Und damit die Künstler auch Zeit zum Verschnaufen hatten, gab’s Beifall gleich nach jedem Teilstück.

Nach der Pause rief der Hornist und angenehm zur Sache plaudernde Moderator Andreas Roth mit kecken Alphornsignalen und Erläuterungen zum hölzernen Vorgänger der blechernen Blasinstrumente an die Plätze. Sechs Stücke von Anton Richter erfreuten ebenso wie die schwere Romantik Brückners im hymnischen Angelusläuten oder in der mit inbrünstigem Pathos gespielten Kirchweihmotette von 1869. Miniaturen von Jan Koetsier (geb. 1911) gaben sich moderner. Schmetterten kess neutönende Einwürfe, schnarrten lustvoll und schrill, tanzten harlekinisch im Walzertakt und schnatterten ein fröhliches Finale. Und für Blumen und das dankbare Publikum gab’s noch eine echt klassisch-festliche Zugabe.