Radebeul und Rathen zur Kasse bitten?

Wegweiser Felsenbühne

Der Freistaat versucht immer wieder, die Gemeinden Radebeul und Rathen in die Finanzierung der Landesbühnen Sachsen einzubeziehen, in der SZ ist die Rede von 20%, also etwa 2,4 Mio. Euro pro Jahr. Diese Begehrlichkeiten sind naheliegend, wenn man sich die Steuereinnahmen der reichen Gemeinde Radebeul und die Magnetwirkung der Felsenbühne in Rathen betrachtet. Letztlich profitiert auch die Stadt Dresden von der Bespielung des Zwingers durch die LBS, von Gastspielen außerhalb des Freistaats nicht zu reden.

Nun versucht der Freistaat darüber hinaus durch das Zurückhalten von 8,5 Mio. Euro Kulturraummitteln für den Doppelhaushalt 2009/10, auch Gelder aus den Kulturräumen einzusammeln, in denen die Landesbühnen Theater und Kulturhäuser ohne eigenes Ensemble bespielt. Und das kurz nach der im Sommer erfolgten Entfristung des Kulturraumgesetzes und der Aufstockung der Kulturraummittel um 10 Mio. Euro/Jahr.