ЕВГЕНИЙ ОНЕГИН


Das Onegin-Projekt war für mich wirklich etwas anders als die gewohnten Baumann-Inszenierungen der Musikhochschule Dresden.

Erstaunlich, wie man durch die reduzierte Orchesterbegleitung (9 Spieler) in der Bearbeitung von Milko Kersten einen ganz anderen Charakter in der Musik betonen kann. Besonders schön war das bei der Lensky-Arie auf der Vorbühne zu hören, Gesang-Klavier-Horn, das klang fast wie ein Schubert-Lied, und so gar nicht nach Operngebrüll. Kam sicher auch den Stimmchen entgegen. Schön war auch der kurze Auftritt des Fürsten Gremin, auch hier nicht die erwartete Brüllerei, sondern ein feines Kammerspiel.

Die Hornstimme war höchst undankbar, viele heikle Einsätze in dieser dünnen Umgebung, ich beneidete den Magyaren nicht.

Ich bin sicher nicht der erste, der die verblüffende Ähnlichkeit von Viktor Tremmel (links im Bild) und Andreas Roth festgestellt hat.

Mille: mille grazie noch mal für den schönen Abend!