Von Barillet transpositeur und Tiba


Tibaspieler im Safiental.

Drei Museen hab ich im Urlaub besucht, in denen Musikinstrumente zu sehen waren: in Passau die Veste Oberhaus mit ein paar wenigen Instrumenten.

In Kremsmünster im Schloß Kremsegg die gigantische Fusion von verschiedenen bedeutenden Instrumentensammlungen, unter anderem die Tasteninstrumnete von Paul Badura-Skoda, die Blechblasinstrumentensammlung Streitwieser und nicht zu vergessen die Hornsammlung von Hans Pizka, mit vielen zu hebenden Schätzen. Museumsarbeit auf Jahre für den geschätzten Hornkollegen Michael Söllner, der mir eine recht ausführliche Sonderführung gab. Nicht zu vergessen eine liebevolle Schubert-Ausstellung und eine Friedrich-Gulda-Reliquien-Abteilung. In Anbetracht des großen, zum Teil noch recht unerforschten Instrumenten-Depotbestands lohnt ein wiederholter Besuch also ungemein.
Die Abbildung zeigt einen Stimmzug mit vier „barillet transpositeur“ von einem mit drei Perinetventilen ausgestatteten B-Horn von F. Bauer, Tarbes, ca. 1882. Mit Hilfe dieser Stellventile am Stimmzug ließ sich das Instrument (theoretisch) von B bis B-basso umstimmen. Von den notwendigen Intonationskorrekturen an den Perinetventil-Zügen ist bei diesem Armeeinstrument nichts bekannt.

In der Schweiz gibt es mehr als nur Alphörner: im Kanton Graubünden wurden von Hirten auf Maiensässen und Alpen Tibas geblasen. Eine schöne Sammlung alter Holz- und Blechtibas (-tiben??) befindet sich derzeit in Ilanz im Museum Regiunal Surselva, mit anspielbaren Instrumenten.