Mensch mit Migrationshintergrund
Samstag, Mai 27th, 2006Bezeichnungen wie “Ausländer” oder gar “ausländische Mitbürger” waren ja
selbst schon verschämte Versuche, dem eigentlich Gemeinten auszuweichen:
“Nichteinheimische”, “Nichtdeutsche”, “Zugereiste”, “Fremde”. Mir ging es um die Illustration der Problematik, daß bestimmte Worte, wie “Jude”, “Ausländer” etc. “verbrannt” sind. Dazu fiel mir das Bild von Florian Sebald in die Hände, was ich damals, als die dbd-Kampagne aktuell war, für unser Orchester gemacht hatte, in die Hände. Es hat zunächst nichts mit dem Text zu tun, vielleicht am ehesten mt der “verklemmte Umschreibung für “Ausländer””, wie ja auch die dbd Kampagne an Verklemmtheit kaum zu überbieten war: wie vermeide ich die Formulierung “stolz, ein Deutscher zu sein”.
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