Monat: Januar 2006

Le car est arrivée – Autochen ist da!

Nunja, es steht beim Škodaman. Aber irgendwie hatte ich mir die Fahrzeugübergabe beim Škodahändler anders vorgestellt, als man es von der E55 kennt. (Original-Skoda-Werbung). Andre Länder, andre Sitten.

Nun noch schnell die Telefonanlage eingeschweißt und die Winterradeln montiert, und der russische Winter kann kommen!

Weil immer mal wieder die Frage nach dem Wunschkennzeichen kommt: der unter Musikern weit verbreiteten Sitte, sich die Nummer eines passenden Werks aus dem Köchelverzeichnis  ans Gefährt zu schrauben (Flötisten nehmen also gern KV 620, Geiger beispielsweise die Nummer eines Violinkonzerts) konnte auch ich mich nicht entziehen:

httpv://www.youtube.com/watch?v=xx1Ju8mIgAk

Selbstverständlich beziehe ich mich ausschließlich auf die zweite, druckbarere Textfassung von KV 233


Nichts labt mich mehr als Wein
er schleicht so sacht hinein
er schleicht so sacht, er schleicht sacht hinein!
Er netzt, wenn alles gleich lechzet, die trockenen Kehlen allein;
läßt wenn Murrkopf auch ächzet, stets fröhlich mich sein.
Drum schwingt mit mir die Gläser! Stoßt an!
Laßt alle Sorgen sein! Stoßt an!
Wir ersäufen sie im Wein!

KV 543

Karl Böhms Referenzaufnahme der späten Mozart-Sinfonien von 1969. Immer noch erleuchtend.

Das Notwendigste und das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo.
W. A. Mozart, Brief an den Vater, 1777

Risotto à la Carluccio

Irgendwann in den 1990ern hab ich mal eine BBC-Sendung mit Antonio Carluccio gesehen, wo er Risottomachen und Pastamachen beschrieb. Heute habe ich den Mann auf der Seite der BBC wiederentdeckt.
Ein perfektes Risotto geht so:
3 EL Öl und 40 g Butter in einem Topf erhitzen. Eine fein gehackte Zwiebel darin glasig dünsten. 375 g (oder jede andere Menge…) Carnaroli-Reis (z.B. von Riso Gallo) hineinrühren und etwa 1 Minute unter Rühren rösten. Das ist der wichtigste Moment dabei: der Reis nimmt bei gleichmäßigem, fleißigen Rühren nach und nach eine gelbbraune Farbe an. Rühren. Rühren. Rühren. … weiterlesen

ЕВГЕНИЙ ОНЕГИН


Das Onegin-Projekt war für mich wirklich etwas anders als die gewohnten Baumann-Inszenierungen der Musikhochschule Dresden.

Erstaunlich, wie man durch die reduzierte Orchesterbegleitung (9 Spieler) in der Bearbeitung von Milko Kersten einen ganz anderen Charakter in der Musik betonen kann. Besonders schön war das bei der Lensky-Arie auf der Vorbühne zu hören, Gesang-Klavier-Horn, das klang fast wie ein Schubert-Lied, und so gar nicht nach Operngebrüll. Kam sicher auch den Stimmchen entgegen. Schön war auch der kurze Auftritt des Fürsten Gremin, auch hier nicht die erwartete Brüllerei, sondern ein feines Kammerspiel.

Die Hornstimme war höchst undankbar, viele heikle Einsätze in dieser dünnen Umgebung, ich beneidete den Magyaren nicht.

Ich bin sicher nicht der erste, der die verblüffende Ähnlichkeit von Viktor Tremmel (links im Bild) und Andreas Roth festgestellt hat.

Mille: mille grazie noch mal für den schönen Abend!

Sei nicht traurig, kleiner Meisenmann

Nur die allerschlauesten Meisen kommen an meinen Meisenknödel unterm Dach.

Und der Meiser kommt mit leeren Händen, zu dem Nest da oben in der Tanne. Und die Kinder reissen ihre Schnäbel auf und Frau Meise kommt im Dauerlauf. Doch als sie ihn dann erblickt ohne Futter in der Einkaufstüte. Da hat sie ihn voller Wut in seinen Hintern gepickt. Sei nicht sauer kleiner Meisenmann, dass das eben doch nicht alles so sein kann. Daran hat sie sich gewöhnt. Du bist eben doch nur ein Meisenmann. (Helge Schneider)