Monat: Juni 2004

Bachmannpreisträger 2004: Uwe Tellkamp

TellkampDer Schlaf in den Uhren:
Manchmal hör ich sie fließen unaufhaltsam. Manchmal steh ich auf, mitten in der Nacht, und laß die Uhren alle stehen.

Ein Text, der mit einem Zitat aus dem „Rosenkavalier“ beginnt, der kann doch nur gut werden und einen Preis verdienen. Tellkamp fährt in diesem Text mit einer Tatra-Straßenbahn durch Dresden mit den Haltestellenschildern aus Pappe, wie sie gegen die Fenster schlugen. Sehr schön. Geräusche, die später durch Klingklangklong: NächsteHaltestelle (Conny Grotsch) verdrängt wurden.

Die Zeit, die ist ein sonderbar Ding. Wenn man so hinlebt, ist sie rein gar nichts. Aber dann auf einmal, da spürt man nichts als sie.

Aus dem Text ‚Der Schlaf in den Uhren‘ soll ein gleichnamiges Buch werden, nicht gleich, aber irgendwann, nach ‚Der Turm‚, einem wohl recht autobiografischen Roman, welcher die letzten Jahre der DDR beschreiben soll. Fein.

Zur Zeit ist erst einmal Tellkamps zweiter Roman ‚Der Eisvogel‚ erhältlich.

Bei der Welt online gibt es noch einen Text von Uwe Tellkamp: „Märchen von den Scherenschnitten

Commerzbank Frankfurt/M.

CommerzbankDie Commerzbank in Frankfurt/M. aus dem 31. Stock der Dresdner Bank fotografiert. Die Konkurrenz spiegelt sich in einer Tischplatte.

31. Stock Und daß es sich wirklich um den 31. Stock gehandelt hat, kann man auf diesem Foto gut erkennen. Dünne Luft da oben, und ein DresdnerBank-grüner Portier, der früher mal Schlagzeuger bei dieser Dänsärin miti Banane-röggsche, dieser Dschosefine Bäkä war.

Panorama über Frankfurt Und noch ein Panoramafoto von den ganzen Wolkenkratzern.